Autor
Henrik Wohlatz Llebot
CRM Developer & Consultant
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CRM Developer & Consultant
Viele Teams setzen bereits einzelne KI-Agenten ein, oft ohne Überblick, welcher was tut und ob sie voneinander wissen. Genau hier setzt der Agent Hub von HubSpot an. Er bringt alle Agenten für Marketing, Vertrieb und Service an einen Ort, mit gemeinsamem Kontext und einer Konsole für Status und Leistung. Dieser Artikel zeigt, welche Agenten es gibt, welcher zu welchem Team passt und wie Sie sie Schritt für Schritt einrichten.
Das Wichtigste auf einen Blick
Viele Teams setzen bereits einzelne KI-Agenten ein, oft ohne Überblick, welcher was tut und ob sie voneinander wissen. Genau hier setzt der Agent Hub von HubSpot an. Er bringt alle Agenten für Marketing, Vertrieb und Service an einen Ort, mit gemeinsamem Kontext und einer Konsole für Status und Leistung. Dieser Artikel zeigt, welche Agenten es gibt, welcher zu welchem Team passt und wie Sie sie einrichten.
Der Agent Hub ist neu benannt und noch jung. Er ging am 23. Juli 2026 als öffentliche Beta an den Start und steht Kunden mit einem Professional- oder Enterprise-Paket zur Verfügung. Statt fünf einzelner KI-Werkzeuge, die Ihr Geschäft jeweils von vorne lernen, teilen sich die Agenten hier denselben Kontext aus Ihren CRM-Daten, Ihrer Markensprache und Ihren Zielgruppen.
Der Agent Hub ist HubSpots zentraler Ort für KI-Agenten, die Aufgaben in Marketing, Vertrieb und Service eigenständig übernehmen. Früher liefen diese Agenten unter dem Namen Breeze Agents. In einer Konsole sehen Sie, welche Agenten aktiv sind, prüfen ihre Leistung, schalten weitere frei und bauen mit dem Agent Builder eigene Agenten.
Die einzelnen Agenten gibt es zwar schon länger, aber sie arbeiteten bislang jeder für sich. Das führte zu der Situation, die HubSpot selbst als Problem beschreibt: Ein Prospecting Agent schreibt einen Kontakt an, während im selben Zeitraum ein Customer Agent eine offene Beschwerde desselben Kunden bearbeitet, ohne dass einer vom anderen weiß. Mit dem Agent Hub laufen alle Agenten nun in einer Oberfläche zusammen und greifen auf einen gemeinsamen Kontext zu. Der frühere Sammelbegriff Breeze Agents entfällt damit. Erhalten bleibt der Name nur beim Breeze Assistant, dem interaktiven KI-Helfer für die tägliche Arbeit, der von den autonomen Agenten zu unterscheiden ist.
Der Agent Hub umfasst derzeit fünf Funktionen: den Customer Agent für den Service, den Prospecting Agent für den Vertrieb, Deal Progression zur Steuerung der Pipeline, den Data Agent für saubere CRM-Daten und AEO für die Sichtbarkeit in KI-Suchen. Dazu kommt der Agent Builder für eigene, auf Ihr Geschäft zugeschnittene Agenten.
Der Customer Agent beantwortet häufige Kundenanfragen selbstständig und rund um die Uhr, über Kanäle wie Chat, E-Mail und Messenger. Er stützt sich auf Ihre Wissensdatenbank und die Kontakt- und Vertragsdaten im CRM und löst so die klar beantwortbaren Fälle eigenständig. Wird eine Anfrage zu komplex, übergibt er sie samt Verlauf an einen Mitarbeiter. Passend ist der Agent für Service-Teams mit vielen wiederkehrenden Fragen, die Routine abgeben und mehr Zeit für die kniffligen Fälle gewinnen wollen.
Der Prospecting Agent übernimmt die zeitraubende Vorarbeit im Vertrieb. Er beobachtet das CRM auf Kaufsignale wie Finanzierungsrunden, Produktstarts oder neue Stellen, identifiziert passende Ansprechpartner und bereitet personalisierten Outreach vor. Seit dem Umbau im Frühjahr 2026 deckt er den kompletten Prospecting-Ablauf ab, von der Recherche über den Aufbau von Kontaktlisten bis zum Entwurf der Nachrichten und dem Buchen von Terminen. Ideal ist er für Vertriebsteams, die mehr qualifizierte Gespräche wollen, ohne Stunden in die Recherche zu stecken.
Deal Progression unterstützt Vertriebsteams dabei, Deals durch die Pipeline zu bewegen. Die Funktion gibt KI-gestützte Empfehlungen, welcher Deal als Nächstes Aufmerksamkeit braucht und welcher Schritt sinnvoll ist, damit Chancen nicht liegen bleiben. Für Teams mit vielen parallelen Deals ist das ein Weg, den Überblick zu behalten und den Fokus auf die Abschlüsse zu lenken, die gerade zählen.
Der Data Agent kümmert sich um die Grundlage, auf der alle anderen aufbauen: die Daten. Er beantwortet Fragen zu Ihren CRM-Daten und hilft, Datensätze aktuell und vollständig zu halten. Weil jeder Agent nur so gut arbeitet wie die Daten, auf die er zugreift, ist der Data Agent gerade für Teams wertvoll, deren CRM über die Zeit unübersichtlich geworden ist.
Die fünfte Funktion ist AEO, die Answer Engine Optimization. Sie verfolgt, wie oft Ihre Marke auftaucht, wenn Interessenten Fragen an KI-Werkzeuge wie ChatGPT und Gemini stellen, und liefert Empfehlungen, welche Inhalte Sie erstellen sollten, um dort genannt zu werden. Für Marketingteams, die früh in der Recherche sichtbar sein wollen, schließt AEO die Lücke zwischen klassischer Suche und den neuen Answer Engines.
Die Auswahl hängt vom größten Engpass ab. Ein Service-Team mit vielen gleichartigen Tickets startet am besten mit dem Customer Agent. Ein Vertriebsteam, das zu wenig Zeit für die Ansprache neuer Kontakte hat, profitiert vom Prospecting Agent, während Teams mit vollen Pipelines eher von Deal Progression profitieren. Ist die Datenqualität das Kernproblem, lohnt der Blick auf den Data Agent, weil er die Basis für alle anderen verbessert. Und Marketingteams, die in KI-Antworten auftauchen wollen, setzen bei AEO an. In der Praxis lässt sich klein anfangen und später erweitern, weil alle Agenten denselben Kontext teilen und im Agent Hub zusammenlaufen.
Die Einrichtung läuft an einer zentralen Stelle. In Ihrem HubSpot-Konto finden Sie den Agent Hub im Navigationsbereich unter Agenten. Dort sehen Sie, welche Agenten bereits aktiv sind, und schalten über Aktivieren einen bisher inaktiven frei oder passen über Verwalten einen laufenden an. Wichtig ist der gemeinsame Kontext: In einem eigenen Bereich hinterlegen Sie Ihre Unternehmensbotschaft, den Ton, die Marke und Ihre Zielgruppen, dazu sogenannte Wissenstresore mit tieferem Wissen wie Produktdokumenten oder internen Richtlinien. Aus diesem Kontext ziehen alle Agenten ihre Antworten, sodass Sie ihn nur einmal pflegen müssen und nicht für jeden Agenten getrennt.
Reichen die vorgefertigten Agenten nicht aus, bauen Sie mit dem Agent Builder eigene. Der Builder ist eine Oberfläche ohne Programmierung, auf der Sie in normaler Sprache beschreiben, was der Agent tun soll, und anschließend festlegen, worauf er zugreifen und welche Aktionen er ausführen darf. Die eigenen Agenten arbeiten direkt auf den Live-Daten im CRM, von der Deal-Historie über Kontaktdaten bis zu Kaufsignalen, ohne dass Sie Felder aufwändig zuordnen müssen. So bilden Sie auch Abläufe ab, die speziell für Ihr Geschäft gelten.
Ein mittelständisches Unternehmen startet bewusst mit einem einzigen Agenten. Weil der Service unter der Menge an Standardfragen ächzt, aktiviert das Team zuerst den Customer Agent und hinterlegt Wissensdatenbank und Markenton im gemeinsamen Kontext. Nach einigen Wochen ist ein großer Teil der Routinefragen automatisiert, und das Team wendet sich dem nächsten Engpass zu. Es aktiviert den Prospecting Agent für den Vertrieb, der denselben Kontext bereits nutzt und deshalb ohne neue Einrichtung loslegt. Später baut das Unternehmen im Agent Builder einen eigenen Agenten für eine wiederkehrende Spezialaufgabe. So wächst der Einsatz Schritt für Schritt, statt alles auf einmal umzustellen.
Ein paar Dinge im Blick behalten. Der Agent Hub befindet sich noch in der Beta, Funktionen entwickeln sich also weiter, und er setzt ein Professional- oder Enterprise-Paket voraus. Die vorgefertigten Agenten und eigene Agenten aus dem Agent Builder laufen über ein Guthabenmodell, bei den Ergebnis-Agenten zahlen Sie, wenn tatsächlich Arbeit erledigt wird, etwa eine gelöste Konversation oder ein empfohlener Lead. Prüfen Sie die Ergebnisse der Agenten regelmäßig, gerade am Anfang, und beginnen Sie mit einem klaren Anwendungsfall, statt mehrere Agenten gleichzeitig scharf zu schalten. So behalten Sie Qualität und Überblick.
1. Was ist der Agent Hub von HubSpot?
Der Agent Hub ist HubSpots zentraler Ort für KI-Agenten, die Aufgaben in Marketing, Vertrieb und Service eigenständig übernehmen. Früher liefen sie unter dem Namen Breeze Agents. In einer Konsole sehen Sie aktive Agenten, prüfen die Leistung, schalten weitere frei und bauen eigene.
2. Welche Agenten gibt es im Agent Hub?
Derzeit fünf Funktionen: den Customer Agent für den Service, den Prospecting Agent für den Vertrieb, Deal Progression für die Pipeline, den Data Agent für saubere CRM-Daten und AEO für die Sichtbarkeit in KI-Suchen. Dazu kommt der Agent Builder für eigene Agenten.
3. Heißen die Agenten noch Breeze Agents?
Nein. Die Agenten laufen jetzt unter dem Namen Agent Hub. Der frühere Sammelbegriff Breeze Agents entfällt. Nur der Breeze Assistant, der interaktive KI-Helfer für die tägliche Arbeit, behält den Namen Breeze.
4. Für wen ist der Agent Hub verfügbar?
Für Kunden mit einem Professional- oder Enterprise-Paket. Der Agent Hub ging am 23. Juli 2026 als öffentliche Beta an den Start und ist in diesen Editionen enthalten. Die eigentliche Arbeit der Agenten läuft über ein Guthabenmodell.
5. Wie richte ich einen Agenten ein?
In Ihrem HubSpot-Konto finden Sie den Agent Hub unter Agenten. Dort aktivieren oder verwalten Sie die Agenten. Wichtig ist der gemeinsame Kontext mit Markenton, Zielgruppen und Wissenstresoren, aus dem alle Agenten ihre Antworten ziehen.
6. Kann ich eigene Agenten bauen?
Ja. Mit dem Agent Builder erstellen Sie ohne Programmierung eigene Agenten, indem Sie in normaler Sprache beschreiben, was sie tun sollen. Sie arbeiten direkt auf den Live-Daten im CRM und lassen sich auf die Abläufe Ihres Geschäfts zuschneiden.
Der Breeze Assistant ist der praktische KI-Helfer im Arbeitsalltag: Er entwirft Inhalte in Ihrer Markensprache, fasst Deals und Tickets zusammen, beantwortet Fragen zu Ihren CRM-Daten und führt auf Zuruf kleine Aktionen aus. Weil er direkt in HubSpot und auf echten Daten arbeitet, sind seine Antworten näher an Ihrem Geschäft als die eines allgemeinen Chatbots. Wer Markensprache und Daten pflegt, konkrete Fragen stellt und die Ergebnisse prüft, spart damit spürbar Zeit. So wird aus vielen kleinen Handgriffen ein flüssiger Arbeitstag, in dem mehr Raum für die eigentliche Arbeit mit Kunden bleibt.
Über den Autor
Henrik ist Experte für Customer Success und Operations mit Erfahrung in technischem B2B-Support, Kundenservice und Prozessmanagement. Seine Leidenschaft gilt der Optimierung von Abläufen, der Verbesserung von Kundenerlebnissen und dem Aufbau effizienter Strukturen für nachhaltiges Wachstum.
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