Autorin
Laura Virginia
CRM Developer & Administrator
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Autorin
CRM Developer & Administrator
Immer mehr B2B-Kaufentscheidungen beginnen heute in KI-Suchmaschinen wie ChatGPT, Gemini und Perplexity und nicht mehr bei Google. Viele Marketingteams messen ihre Sichtbarkeit jedoch weiterhin ausschließlich über klassisches SEO-Reporting. Dabei ist die Markenpräsenz in KI-Antworten – also wie oft, in welchem Ton und mit welchen Quellen eine Marke genannt wird – entscheidend dafür, in der Vorauswahl der Interessenten zu bleiben, Sichtbarkeitslücken früh zu erkennen und qualifizierte Leads zu gewinnen, bevor die Recherche bei einem Wettbewerber endet.
Das Wichtigste auf einen Blick
Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu HubSpot
Unternehmen messen ihre Markenpräsenz in ChatGPT, Gemini und Perplexity mit zwei Tools von HubSpot. Diese KI-Suchmaschinen werden auch Answer Engines genannt. Gedacht sind die Tools für Marketingteams. Der AEO Grader ist kostenlos und liefert eine einmalige Analyse. HubSpot AEO trackt die Sichtbarkeit täglich und vergleicht sie mit dem Wettbewerb. Beide zeigen, wie oft und in welchem Ton die KI eine Marke nennt.
Der Grund dafür ist einfach. Immer mehr Menschen recherchieren zuerst in einer KI und nicht mehr bei Google. Nach Angaben von HubSpot nutzen 42 Prozent der CRM-Käufer die KI-Suche bereits im Auswahlprozess (Stand Januar 2026). Wer dort nicht genannt wird, fällt aus der Vorauswahl, und das klassische SEO-Reporting zeigt davon nichts.
Diese Form der Sichtbarkeit ist neu. Bei einer KI-Antwort gibt es oft keinen Klick und keine lange Ergebnisliste mehr. Die KI fasst zusammen und nennt einige wenige Anbieter. Steht eine Marke nicht darunter, ist sie für diesen Interessenten praktisch nicht vorhanden. Genau dieses Bild lässt sich messen, und darum geht es in diesem Artikel.
AEO steht für Answer Engine Optimization. Es verbessert, wie oft und wie genau eine Marke in den Antworten von KI-Suchmaschinen erscheint. SEO bringt Klicks auf die Website, AEO sorgt für Erwähnungen und Quellennennungen in KI-Antworten. Beide nutzen ähnliche Methoden, messen den Erfolg aber unterschiedlich.
Der Unterschied liegt im Ziel und damit in den Kennzahlen. SEO will ein gutes Ranking und Klicks. AEO will, dass die KI eine Marke nennt und als Quelle zitiert. Die folgende Tabelle stellt die wichtigsten Punkte gegenüber.
| Kriterium | SEO | AEO |
| Ziel | Ranking und Klicks | Erwähnung und Zitate in KI-Antworten |
| Zielgruppe | Menschen in den Suchergebnissen | Answer Engines, danach der Leser |
| Kennzahlen | Rankings, Klicks, CTR | Erwähnungen, Zitate, Share of Voice |
| Inhaltsformat | Keyword-optimierte Seiten | Strukturierte, abrufbare Abschnitte |
| Fokus | Backlinks, Keyworddichte, Technik | Klarheit, Struktur, mehrere Formate |
In der Praxis verändert das die Art zu schreiben. Lange, auf ein Keyword getrimmte Texte verlieren an Gewicht. Gefragt sind klar gegliederte Abschnitte, die für sich allein eine Frage beantworten, weil die KI einzelne Passagen herausgreift. Wer SEO bereits beherrscht, hat die Grundlagen und baut mit AEO darauf auf. Viele Maßnahmen wirken sogar in beide Richtungen, weil saubere Struktur und klare Antworten auch das klassische Ranking stützen.
Den Anfang macht der AEO Grader von der Software. Das Tool ist kostenlos und prüft einmalig, wie die KI eine Marke beschreibt. Sie tragen Firmenname, Standort, Branche und Produkt ein und erhalten danach einen Bericht mit einem Gesamtscore.
Der HubSpot AEO Grader fragt ChatGPT, Perplexity und Gemini, wie sie eine Marke auf Basis ihrer Trainingsdaten beschreiben. Aus den Antworten berechnet das Tool einen Gesamtscore von 100 Punkten und eine schriftliche Einordnung. Der Bericht ist kostenlos und braucht weder eine Lizenz noch ein technisches Setup.
Der Score setzt sich aus fünf Bereichen zusammen. Am stärksten zählt die Sentiment-Analyse mit bis zu 40 Punkten, also der Ton, in dem die KI über die Marke spricht. Die Präsenzqualität bringt bis zu 20 Punkte und misst, wie tief und aus welchen Quellen die KI die Marke kennt.
Die übrigen Punkte verteilen sich auf drei Werte. Die Markenbekanntheit zeigt mit bis zu 20 Punkten, wie breit die Marke in den Trainingsdaten verankert ist. Der Share of Voice mit 10 Punkten ist der Anteil der eigenen Nennungen im Vergleich zur Kategorie. Die Marktposition mit 10 Punkten sagt, ob die KI die Marke als Leader, Challenger oder Nischenanbieter einordnet.
Ein niedriger Wert ist dabei kein schlechtes Zeichen, sondern ein Hinweis. Er zeigt, bei welchen Themen die KI noch zu wenig über die Marke weiß und wo die Außenwahrnehmung nicht zur eigenen Positionierung passt. Den Bericht können Sie übrigens auch für einen Wettbewerber ziehen und so dessen KI-Positionierung einschätzen.
Die einmalige Analyse reicht für den Einstieg. Wer die Entwicklung über die Zeit verfolgen will, nutzt HubSpot AEO. Das Tool führt die hinterlegten Fragen täglich in allen drei KI-Suchmaschinen aus und wertet Antworten, Erwähnungen, Sentiment und zitierte Quellen aus.
Der Ablauf ist überschaubar. Zuerst legen Sie Ihre Marke und die Fragen fest, die Ihre Kunden der KI stellen. Mit Marketing Hub Professional oder Enterprise schlägt das Tool diese Fragen automatisch aus den CRM-Daten vor. Danach läuft die Analyse täglich über die drei Modelle. Im Dashboard sehen Sie anschließend Visibility Score, Sentiment Score, Share of Voice und die zitierten Quellen, jeweils pro Modell und Frage. Zum Schluss priorisiert die Empfehlungsfunktion, welche Inhalte fehlen und welche Lücken Sie zuerst schließen sollten.
Der Aufwand lohnt sich vor allem wegen der Qualität dieser Besucher. Nach Angaben des CRM's konvertieren Leads aus KI-Antworten dreimal so häufig wie andere, weil sie ihre Auswahl bereits über die KI vorbereitet haben.
Messen allein verändert die Sichtbarkeit nicht. Ab Marketing Hub Professional lassen sich die Empfehlungen direkt auf der Plattform abarbeiten, ohne das Tool zu wechseln. Der Breeze-Assistent erstellt und überarbeitet Texte in einer klaren Frage-Antwort-Struktur, also dem Format, das die KI bevorzugt aufgreift.
Mit der Content-Aufbereitung wird aus einem Leitartikel eine ganze Serie aus FAQ-Seiten, Social-Media-Beiträgen und Landingpages. A/B-Tests im Content Hub zeigen, welche Titel und Strukturen häufiger zitiert werden und mehr Konversionen bringen. Wichtig ist die Breite über mehrere Kanäle, denn KI-Modelle bewerten die Autorität einer Marke auch über LinkedIn, Fachmedien und Foren wie Reddit.
Eine einfache Regel hilft beim Schreiben. Jede Frage Ihrer Kunden wird eine eigene Überschrift, und die Antwort steht direkt darunter in 40 bis 60 Wörtern. Erst danach folgen die Details. So findet die KI eine klare Aussage, die sie übernehmen kann, und der Leser bekommt die Information ohne Umwege. Datum, Autor und ein gepflegtes Markenprofil runden das Bild ab, weil Aktualität und klare Herkunft das Vertrauen der Modelle erhöhen.
Der AEO Grader ist dauerhaft kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. HubSpot AEO kostet 49 Euro im Monat ohne Vertragsbindung und ist in Marketing Hub Professional und Enterprise bereits enthalten. Wer die Empfehlungen anschließend mit KI umsetzen möchte, braucht je nach Funktion ein Marketing Hub oder Content Hub Paket in Professional oder Enterprise.
Vor dem Start sind drei Dinge wichtig. Der kostenlose Grader ist eine Momentaufnahme. Laufendes Tracking, Wettbewerbsanalyse und priorisierte Empfehlungen gibt es erst mit dem kostenpflichtigen AEO Features der Software.
Außerdem sind die Werte ein Näherungswert. KI-Modelle ändern sich ständig, und neue Inhalte oder Quellen verschieben das Bild. Das System weist selbst darauf hin, dass die Ergebnisse eine Momentaufnahme und kein garantiertes Ranking sind. Und ohne eigene Inhalte hilft auch das beste Tracking nichts. An dieser Stelle bleibt echte Arbeit, die kein Tool abnimmt.
Im DACH-Raum stellt sich bei jedem neuen Tool die Datenschutzfrage. Der AEO Grader arbeitet mit öffentlichen Markeninformationen und nicht mit personenbezogenen Daten, deshalb gibt es für die reine Messung wenig zu prüfen.
Sobald Besucher aus KI-Antworten zu Leads im CRM werden, gelten die üblichen DSGVO-Regeln. Die Software bietet dafür ein EU-Datenhosting, einen Auftragsverarbeitungsvertrag sowie Funktionen für Einwilligung und Cookie-Banner. Wer bereits mit DATEV oder lexoffice arbeitet, kennt diese Abläufe. Neu ist nur, die KI-Verweisquellen in der Datenschutzerklärung zu ergänzen.
1. Was ist der Unterschied zwischen SEO und AEO?
SEO sorgt für ein gutes Ranking und Klicks auf die Website. AEO (Answer Engine Optimization) sorgt dafür, dass eine Marke in den Antworten von KI-Suchmaschinen genannt und als Quelle zitiert wird. Beide nutzen ähnliche Methoden, messen den Erfolg aber unterschiedlich.
2. Ist der AEO Grader wirklich kostenlos?
Ja. Der AEO Grader ist dauerhaft kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. Sie tragen Firmenname, Standort, Branche und Produkt ein und erhalten eine einmalige Analyse mit einem Gesamtscore aus 100 Punkten – ganz ohne Lizenz oder technisches Setup.
3. Was kostet das laufende Tracking, und brauche ich einen Vertrag?
HubSpot AEO kostet 49 Euro im Monat ohne Vertragsbindung und ist in Marketing Hub Professional und Enterprise bereits enthalten. Für die anschließende Umsetzung der Empfehlungen mit KI ist je nach Funktion ein Marketing- oder Content-Hub-Paket in Professional oder Enterprise nötig.
4. Kann ich auch die KI-Sichtbarkeit von Wettbewerbern messen?
Ja. Den kostenlosen Bericht des AEO Graders können Sie auch für einen Wettbewerber ziehen und so dessen Positionierung in den KI-Antworten einschätzen und mit der eigenen vergleichen.
5. Wie muss ich Inhalte schreiben, damit die KI sie aufgreift?
Am besten in klarer Frage-Antwort-Struktur: Jede Kundenfrage wird eine eigene Überschrift, die Antwort steht direkt darunter in 40 bis 60 Wörtern, erst danach folgen die Details. So findet die KI eine klare Aussage, die sie übernehmen kann.
Markenpräsenz in KI-Antworten ist messbar, und der Einstieg ist günstig. Ziehen Sie zuerst einen kostenlosen Bericht im AEO Grader und notieren Sie den Score Ihrer Marke und Ihrer wichtigsten Wettbewerber. Beantworten Sie dann die häufigsten Kundenfragen klar und knapp auf Ihren Seiten.
Wer die Entwicklung dauerhaft verfolgen will, schaltet HubSpot AEO dazu und prüft den Visibility Score Woche für Woche. Eine kostenlose Testversion gibt es ohne Vertragsbindung. AEO ist dabei kein einmaliges Projekt, sondern eine laufende Aufgabe. Wer früh anfängt, ist sichtbar, wo die Recherche der Kundschaft heute beginnt.
Über die Autorin
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